
Zeltlager 2026 – Monopoly
Liebe Leserinnen und Leser,
ich darf Sie ganz herzlich zu unserem alljährlichen Zeltlagerbericht begrüßen.
Dieses Jahr ging die Reise mit 29 Kindern und 30 Leitern an den Forggensee. Die Leiterschaft hatte sich dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht – ein Brettspiel zum Anfassen, bei dem wir alle selbst mitspielen sollten. Ganz erstaunt konnten die Kinder auf dem Zeltplatz ein riesiges Monopoly-Feld entdecken, und bei genauerem Hinsehen erkannte man, dass es sich dabei um lauter Thalfinger Straßen handelte. Nach der Übergabe des Zeltlagerbandes, das seit Jahren ein bewährtes Erinnerungsstück ist und in diesem Jahr als Besitzrechtkarte gestaltet war, wurden noch ein paar organisatorische Abläufe besprochen – und dann begann auch schon das Spiel.
Ankunftstag: Als alles ausgepackt und alle Zelte standen, wartete schon die Nachtwanderung. Dabei mussten verschiedene Aufgaben bewältigt werden, zum Beispiel Blackstories lösen, Zahlenrätsel knobeln oder schwierige Fragen über unsere Pfarrei beantworten – und das alles, während man sich durch den gruseligen, dunklen Wald bewegte. Ziel war es, sich das Startgeld für Monopoly zu erspielen. Gewürfelt wurde nämlich dreimal am Tag – morgens, mittags und abends.
Erste Spieltage: Am nächsten Morgen stand somit das erste Würfeln an. Es wurden fleißig Straßen gekauft, und wer auf einer Ereigniskarte landete, musste eine spezielle Aufgabe erledigen. Die Ereigniskarten hatten sich die Leiter selbst ausgedacht; sie reichten von Fragen über Sportaufgaben bis hin zu Kreativaufgaben. Das Völkerballturnier, das im Anschluss ans Würfeln stattfand, hat allen sehr viel Spaß gemacht und war zugleich eine gute Vorbereitung auf das Nachtspiel am Abend. Dabei waren auf dem Zeltplatz verschiedene Stationen verteilt, die der Reihe nach angelaufen werden mussten. Unter den Stationen befanden sich allerdings auch ein paar falsche, die das Spiel verzögerten und die Gruppen schon mal auf einen Holzweg führen konnten.
Am nächsten Morgen stand nach dem Morgensport bereits das Tagesspiel an. An diesem Tag musste etwas improvisiert werden, da der Regen nicht eingeplant war – es hat aber trotzdem alles funktioniert. Aufgabe des Tagesspiels war es, ein eigenes Brettspiel zu erfinden und zu gestalten.
Das Aussetzspiel: Das alljährliche Highlight des Zeltlagers durfte natürlich auch nicht fehlen: das Aussetzspiel. Kurz erklärt: Die Kinder werden zusammen mit den Leitern mehrere Kilometer Luftlinie vom Zeltplatz entfernt ausgesetzt, ausgestattet nur mit einer geschwärzten Landkarte, und müssen selbstständig zurück zum Lager finden. Als alle wieder wohlbehalten zurück waren und geduscht hatten, stand nur noch das Lagerfeuer auf dem Programm.
Auch die Nachtwachen fehlten nicht – sie finden jeden Abend statt, denn man weiß nie, ob sogenannte „Überfäller“ vorhaben, unseren Banner zu stehlen. Dass dieser beschützt werden muss, versteht sich von selbst.
Ausschlaf-Tag und Gottesdienst: Der Ausschlaf-Tag ist wohl der Lieblingstag aller Kinder: Es wird nicht geweckt, und es wartet ein leckerer Brunch mit besonders großer Auswahl. Da der Forggensee direkt am Zeltplatz vorbeiläuft, waren wir oft dort baden und haben uns von den heißen Temperaturen erholt. Am Abend besuchte uns Pfarrer Joji, und wir feierten gemeinsam Gottesdienst.
Der letzte Tag und der bunte Abend: Nun brach schon der letzte Tag an, und die letzten zwei Würfelrunden standen auf der Tagesordnung. Am Morgen wurden an verschiedenen Stationen unterschiedliche Kartenspiele beigebracht und gleich gespielt. Am Nachmittag folgte die Vorbereitung des bunten Abends – dem Höhepunkt des Lagers. Erst an diesem Tag erfuhren die Kinder, was das eigentliche Ziel des Spiels war und wie man die Mister-Monopoly-Figur gewinnen konnte.
Jede Gruppe hatte beim Tagesspiel die Aufgabe gehabt, ein eigenes Spiel zu kreieren, und musste nun am bunten Abend einen passenden Werbespot dafür aufführen. Für die Vorbereitung hatte jede Gruppe den ganzen Nachmittag Zeit und konnte mit dem vorhandenen Spielgeld und den erspielten Straßen im Shop bestimmte Utensilien kaufen. Bewertet wurden die Spots von einem Dreiergremium, das alle Auftritte gewissenhaft verfolgte.
Abreise: Der letzte Tag war angebrochen, und es hieß putzen, abbauen und aufräumen. Rasch stand der Bus zur Abholung bereit, und alle verabschiedeten sich – die eine oder andere Träne wurde dabei verdrückt.
Ich darf mich im Namen der gesamten Leiterschaft bei allen herzlich bedanken, die zum Gelingen des diesjährigen Zeltlagers beigetragen haben. Ebenso möchte ich mich bei den Leitern bedanken, die dieses Zeltlager erst möglich gemacht haben. Und nicht zuletzt bei den Kindern, die dabei waren und riesigen Spaß an Monopoly hatten.
Ich verabschiede mich mit einem großen Dankeschön und freue mich schon jetzt darauf, Sie nächstes Jahr wieder begrüßen zu dürfen!
Für die Leitungsrunde der KjG Thalfingen
Jan Gebhard
