Endlich war es so weit: Das Hüttenwochenende 2026 stand vor der Tür. Die Vorfreude bei allen Kindern und Leitern war riesig, als wir uns am Freitag um 14:30 Uhr an der KjG trafen und gemeinsam auf den Bus warteten. Wenig später ging es endlich los in Richtung Legau. Schon während der Fahrt wurde viel gelacht, geredet und alle waren ganz gespannt, was uns an diesem Wochenende alles erwarten würde. Nach unserer Ankunft wurden wir von den Leitern empfangen und bezogen unsere Hütten. Lange blieb dafür allerdings nicht Zeit, denn schon kurz darauf starteten die ersten Kennenlernspiele. Bis zum Abendessen, es gab leckere Nudeln mit Tomatensoße, blieb noch etwas Freizeit, bevor der erste gemeinsame Programmpunkt am Abend anstand. Beim Spiel „Zaubererschach“ wurden wir in zwei Teams eingeteilt und jeder erhielt ein Knicklicht. Mit viel Einsatz, Teamgeist und jeder Menge Spaß wurde das Spiel schnell zu einem echten Highlight des ersten Tages. Anschließend haben wir uns alle warm angezogen und ließen den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Gemeinsam wurde gesungen und geredet. Nach diesem ereignisreichen ersten Tag fielen wir schließlich alle müde, aber glücklich ins Bett und waren schon gespannt darauf, was uns am nächsten Tag erwartet.

Ganz aufgeregt sind wir früh morgens aufgewacht und es gab direkt ein leckeres Frühstück. Nach etwas Freizeit hat das Tagesspiel begonnen. Neun verschiedene Stationen haben auf uns gewartet. Besonders beliebt war der Eierlauf, das Quiz und das Bierkrug stemmen. Nach dem erfolgreichen Vormittag konnten sich alle beim Mittagessen stärken: Es gab leckere Sandwiches zum selbst belegen. Vor und nach dem Mittagessen, hatten wir viel Freizeit. Diese wurde mit Fußball und Volleyball spielen, sowie mit klettern und Armbänder machen verbracht. Am Nachmittag stand dann noch ein großes Völkerballturnier auf dem Programm. Nach dem Abendessen folgte schließlich eines der Highlights des Wochenendes: die Kinder-Disco. Bei guter Musik wurde viel getanzt und alle hatten großen Spaß. Auch an diesem Abend ließen wir den Tag wieder gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen. Die Stimmung war bestens und nach und nach machten sich alle müde auf den Weg in ihre Betten.

Am Sonntagmorgen wurden wir früh von lauter Musik geweckt und noch vor dem Frühstück stand eine Runde Morgensport auf dem Programm. Voller Energie starteten wir so in den letzten Tag unseres Hüttenwochenendes. Nun hieß es leider schon Hütten aufräumen, packen und putzen. Trotzdem blieb zwischendurch noch Zeit, gemeinsam Spiele zu spielen und die letzten Stunden miteinander zu genießen. Zum Abschluss starteten wir noch einmal gemeinsam unsere Rakete, bevor schließlich der Abschied bevorstand. Zurück zuhause waren zwar alle erschöpft, aber gleichzeitig glücklich über das großartige Hüttenwochenende und all die schönen Erinnerungen.

„Spiel des Jahres“ titelten die großen Tageszeitungen. Von einem Jahrhundertspiel war sogar teilweise die Rede. Sie wissen gar nicht, wovon ich spreche? Sie haben das Gefühl, etwas Bedeutendes verpasst zu haben? Das haben Sie auch, denn am 7.10. trat zum ersten Mal eine Mannschaft auf, die in Thalfingen bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist: Die Atlético Bavarios Thalfingen, eine Hobbykickertruppe aus den Reihen der KjG, die sich in ihrem Premierespiel mit der Mannschaft der befreundeten KjG aus St. Franziskus in Kempten im 9 gegen 9 auf dem Normalfeld messen wollte.

Die Vorbereitungen dafür zogen sich über mehrere Wochen hin: Es galt zunächst, einen Namen und ein Wappen zu finden. Zudem wurde ein Sponsor gesucht, welcher letzten Endes in einer überregional bekannten Brauerei gefunden wurde, die die Mannschaft mit einem Startkapital von fünf Bierkästen unterstützte. Zudem erklärte sich der Trainerfuchs Sven Schneider bereit, die sportliche Leitung über die Jungs voller Tatendrang zu übernehmen.

Nach mehreren Trainingseinheiten und erfolgreichem Abschluss der Vorbereitung konnte der große Tag nun endlich kommen. Medienberichten zufolge soll der Cheftrainer Schneider sogar in einer Taktikbesprechung die Parole „Ergebnis vor Erlebnis“ ausgegeben haben. Die Marschrichtung für die Thalfinger Seite war also bereits vor der Partie klar vorgezeichnet: vor heimischer Kulisse musste ein Sieg her!

Und so begann die Begegnung mit einem Paukenschlag: Bereits in der 2. Minute wurde L. Brosch auf der linken Seite freigespielt und konnte sich im Strafraum den Ball auf seinen starken rechten Fuß legen. Durch einen technisch herausragenden Schlenzer, an dem der gegnerischer Torwart noch mit den Fingerspitzen dran war, den Einschlag im langen Eck aber nicht mehr verhindern konnte, ließ er die Thalfinger Fans am Spielfeldrand zum ersten Mal jubeln. Ein Wahnsinns-Tor!

In der Folgezeit ließen die Thalfinger mehrere Gelegenheiten liegen, die Führung schnell auszubauen. Das brachte S. Schneider fast zur Verzweiflung: „Wenn ich vorne die Tore nicht mach, bekomm ich sie eben hinten. Das hab ich meinen Spielern schon hundert Mal gesagt! Wir haben uns das Leben unnötig selbst schwer gemacht.“ resümierte ein sichtlich erschöpfter Cheftrainer nach dem Spiel.

Lange Steilpässe in den freien Raum stellten die Thalfinger Verteidigung immer wieder vor veritable Probleme. Durch eben diese Spielweise fiel auch das 1:1 in der 17. Minute: Die lange Spieleröffnung aus der Kemptner Verteidigung heraus konnte nicht verhindert werden, eine Unaufmerksamkeit in der Thalfinger Abwehr führte dann zur ersten und einzigen Riesen-Chance für die Gäste, die durch ihre einzige Spitze genutzt wurde, um den zwischenzeitlichen Ausgleich zu erzielen. „Wir konnten die taktischen Maßgaben des Trainers nicht immer zu 100% umsetzen. Unsere Leichtsinnigkeit wurde bei dem Gegentreffer konsequent bestraft“, konstatierte M. Frank selbstkritisch nach der Partie bei SKY.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Heimmannschaft wieder den Druck. Infolge einer scharfen Hereingabe über die starke linke Thalfinger Seite verpassten zunächst L. Hüls und L. Brosch den Ball, jedoch konnte die Nachwuchshoffnung F. Pokar das Spielgerät aus kurzer Distanz mit einer Grätsche über die Linie drücken und damit für erneute Jubelstürme auf der Tribüne sorgen. Auf die Frage in der Mixed Zone, wie sehr er sich über seinen ersten Treffer bei „den Großen“ freue, strich er sich gekonnt durchs Haupthaar und reagierte mannschaftsdienlich: „Wichtig ist, dass wir als Team gewonnen haben. Ich bin froh, dass der Trainer heute auf mich vertraut hat und ich einen Beitrag zum Erfolg leisten konnte.“

In der Folgezeit verflachte die Partie etwas, wenngleich sie nichts an ihrer Spannung und Brisanz verlor. Erlösung brachte schließlich ein sehenswertes Solo von F. Gulde kurz vor Schluss, der die Kemptner Hintermannschaft überlief, dabei allerdings etwas nach außen abdriftete, den Ball dann aber mit einem Heber über den herauseilenden Kemptner Schlussmann ins Tor befördern und so den Endstand von 3:1 besorgen konnte. Unmittelbar nach Abpfiff kannte dann der Jubel und die Euphorie keine Grenzen mehr!

Bedanken möchten wir uns bei unseren Fans, die bis zum Schluss für eine phänomenale Stimmung gesorgt und uns zu jeder Zeit bedingungslos unterstützt haben. Danken möchten wir auch dem SVT für die Bereitstellung der Trikots und des Platzes. Ein kameradschaftlicher Dank geht auch an unsere Kemptner Freunde, die uns ein ordentliches Stück Arbeit gekostet haben und später für eine gemeinsame Party in die KjG-Räume mitgekommen sind. Für das Rückspiel erwarten wir dann aber Gegner, keine Opfer…

Bleibt die Frage nach dem Schicksal von Cheftrainer Schneider. Auf die Frage hin, ob nach der Glanzleistung gegen Kempten andere Vereine bereits Interesse an einem Engagement angemeldet hätten, antworte er ruhig und diplomatisch in die Mikrofone: „Wir sind in einem Lernprozess. Ich habe bei den Atléticos einen Vertrag bis 2021. Und den werde ich erfüllen.“

Es spielten: C. Hüls – O. Rammensee; F. Gulde; M. Frank – F. Pokar; C. Maier; L. Hüls; L. Brosch – F. Maier (Auswechselspieler: L. Teufel; M. Bolz; M. Prokein)

Was bedeutet Sternsingen?

Das Sternsingen ist eine der schönsten Traditionen und gleichzeitig eine der größten Solidaritätsaktionen von Kindern und Jugendlichen weltweit. Gemeinsam ziehen wir als Sternsinger von Haus zu Haus, bringen den Segen für das neue Jahr und setzen uns für Kinder in Not ein.

Verkleidet als die Heiligen Drei Könige und begleitet von unserem Stern, singen wir Lieder, schreiben den Segensspruch an die Türen und sammeln Spenden für wichtige Projekte. Die Aktion wird jedes Jahr unter ein neues Thema gestellt, das die Lebensrealität von Kindern in verschiedenen Ländern beleuchtet und dazu beiträgt, ihre Situation nachhaltig zu verbessern.

Doch das Sternsingen ist nicht nur Engagement, sondern auch Gemeinschaft. Neben den Besuchen in den Straßen unserer Gemeinde gibt es viele kleine Momente, die uns zusammenschweißen – sei es das gemeinsame Üben der Lieder, Verkleiden oder das warme Mittagessen zwischendurch.

Sei Teil der Sternsingeraktion und bringe den Segen in die Welt!